Der Weg von einer Canon DSLR, über eine Sony DSLM erneut zu einer 10 Jahre alten Canon DSLR.

Außnahmsweise mal was technisches auf meinem Blog. Seitdem ich mich mit der Fotografie beschäftige habe ich ausschließlich nur Canon DSLR Kameras benutzt.. Von der 7D zur 5D Mark II, zwischenzeitlich aufgrund von Gründen zur 1000D und zuletzt zur 1D Mark III. Letzteres war mein Alltime Favorit. Der Autofokus der 1D war unschlagbar, ich mochte den Look vom APSH Sensor und der Grip und das Handling der Kamera sind für mich unschlagbar. Da ich meistens nur mit dem 50 1.8 STM fotografiert habe, viel auch das Gewicht nicht zu negativ aus.. 

 

 

Jedoch habe ich es Tatsächlich gewagt und mir vor ein paar tagen eine gebrauchte Sony A7R gekauft.. Wie es dazu kam? Eigentlich eine reine Bauchentscheidung da eh eine neue Kamera hersollte - geplant war aber eigentlich eine gebrauchte 1D Mark IV.. Ob es so clever war, die Sony vorzuziehen muss jeder für sich selber wissen. Anschließend findet ihr nur meine Argumente, wieso ich den Sprung von DSLR zur Spiegellosen Vollformatkamera gewagt habe.

 

 

 

 

 

 

1. Die Bildqualität

 

Wenn man ewig mit 10 Megapixel fotografiert, gewöhnt man sich schnell dran. 10 Megapixel reichen vollkommen für die schönsten Fotos und auch Prints in 90x60cm sind kein Problem - jedoch liegt es vollkommen im Menschlichen, das man immer mehr haben will. Die Bildqualität der A7R ist mit 36,6 Megapixeln ohne Tiefpassfilter unschlagbar. Die Detailtreue (In Verbindung mit dem Samyang AF 35/1.4) ist unbeschreiblich. Als würde man eine neue Welt betrachten. Grade die Schärfe, welche die Kamera aus dem Objektiv herausholt ist sagenhaft. 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Der Dynamikumfang                 

                                                           

Wie oft ich mich schon geärgert habe, wenn bei Gegenlichtaufnahmen die 1D einfach überfordert war. Auch bei Aufnahmen Im Schatten/Indoor ist das sehr ärgerlich, wenn alles ausserhalb der Lichtsituation ausbrennt und Weiß erscheint.. Die Zeiten sind mit der A7R aber definitiv gezählt. Ich hatte die Sony jetzt erst zwei mal ausprobiert, aber selbst da hat die Kamera schon gezeigt was in Ihr steckt, grade bei Gegenlichtaufnahmen. Das fällt aber auch in der Nachbearbeitung auf. Selbst wenn ein Foto zwei Blenden unterbelichtet ist, ist es im RAW Converter problemlos möglich, wieder eine korreckte belichtung herzustellen.

 

 

 

 

 

 

 

3. Der Neue Schnickschnack (WIFI, Kantenanhebung,EVF)

 

Natürlich ist die Ausstattung auch nicht Ohne, das sollte man aber auch von einer Kamera welche knapp 3 Jahre auf dem Markt ist erwarten können. Jedoch gibt es die eine oder andere Kleinigkeit die ich einmal speziell hervorheben möchte. Darunter wäre einerseits der EVF. Anfangs stand ich noch sehr auf Kriegsfuß mit ihm, da ich vorher nur Optische, helle 100% Sucher gewohnt war. Die Möglichkeit sich sämtliche Informationen einzublenden ist wirklich erleichternd. Grade nützliche Dinge wie eine Wasserwaage zur korrekten Ausrichtung des Horizonts. Auch die Kantenanhebung (Fokus Peaking) ist eine geile Sache in Situatuionen in denen man nicht direkt erkennt, ob der Fokus wirklich passt.

 

 

 

 

 

 

Jetzt liest sich das bis hierhin eher wie ein relativ Positiver Bericht über den Wechsel von Canon DSLR auf Sony Systemkameras.. Das ganze blieb aber nicht so Positiv wie ich es gedacht habe. Das ganze viel aber erst nach den ersten paar richtigen Einsätzen der Sony auf, aber was genau war der Grund, warum ich dann doch wieder zurück zu Canon, genauer gesagt zur 1D Mark IV gegangen bin?

 

Das Ganze hat mehrere Gründe auf die ich im folgenden auch noch zu sprechen komme, der Hauptgrund für den Wechsel zurück wird sein, das die Fotografie mit der Sony einfach zu "umständlich" war. Es ist wirklich schwer zu erklären, wie Fotografie "umständlich" sein kann, vor allem mit einer relativ aktuellen Kamera, welche eine Moderne Bedienung und Funktionales Aussehen besitzen soll.

 

Jedoch wenn man sich mehrere Jahre lang an eine Menüstruktur, ein Bedienungskonzept selbst an ein Auslösegeräusch gewöhnt hat ist es schwer sich an etwas neues zu gewöhnen - für mich zumindestens. Selbst wenn es nur um Kleinigkeiten wie die Schärfekontrolle in der Bildbetrachtung geht, lag die Sony von der Bedienbarkeit immer hinter der Canon.

 

Auch das Handling war für mich nicht wirklich ein Plusargument. Klar, die Sony war schön leicht, vermittelte mir aber so auch kein Gefühl von Wertigkeit. Wenn ich mir eine Kamera für über mehrere tausend Euro kaufe, will ich auch was in der Hand haben.. Die Kamera war für meine Großen Hände schlicht zu klein. Ein sicherer Griff, grade mit schwerem 35 1.4, war nur schwer möglich.

 

Klar, so einen kleinen Body mit dem Handling der 1D zuvergleichen ist quatscht. Aber selbst im Vergleich zu meiner alten 5D Mark II fühlte sich die Sony einfach unbequem an. Was mir auch nach einiger Zeit auffiel ist, das die Sony "billig" verarbeitet schien. Der Body ist zwar - wie bei Canon - komplett aus Magnesium, trotzdem fühlen sich Schalter und Einstellräder immer so an, als würde sie gleich abbrechen wollen. Ich weiss nicht ob das in den Nachfolgemodellen verbessert wurde, bei der A7R I welche ich hatte, war dies aufjedenfall so.

 

Abschließend kann ich sagen das es wirklich interessant war zu sehen, wie das Handling mit anderen Professionellen Kameras ist, grade wenn es um einen Body geht, welcher so einen Hype genießt. Trotzdem weiss ich, das ich es nicht wieder machen würde. 

Canon baut seine Kameras so wie ich sie mir selber bauen würde. Dies ist jedoch selbstverständlich meine Auffassung und muss von jedem selbst Bewertet werden..

 

Jetzt stellt sich sicher für einige die diesen Blogeintrag lesen sicher die Frage.. Wieso lobt der Typ diese steinalten Kameras (Canon 1D Mark III von 2007 und 1D Mark IV von 2009) so in den Himmel?

 

 

 

 

 

 

1. Das Handling und die Bedienbarkeit

 

Wenn ich Fotografieren gehe, habe ich was am meisten in der Hand? Genau - meine Kamera. Daher möchte ich, das sich das Handling meiner Kamera auch dementsprechend anfühlt. Grade ich mit meinen Grossen Händen habe den Body der Canon 1D perfekt in der Hand. Die Kamera ist meiner Ansicht nach Ergonomisch perfekt gebaut. Lediglich die Modusverstellung geschieht über das Drücken von zwei Tasten gleichzeitig. Das kann manchmal fummelig sein, man gewöhnt sich da aber sehr schnell dran. Zusätzlicher Pluspunkt ist der eingebaute Hochkantauslöser. Dieser Lässt die Kamera nicht nur unglaublich riesig aussehen, sondern ist selbstverständlich auch funktional. Bei Hochkant Aufnahmen ist der Hochkantauslöser eine Super Erleichterung da man sich das nervige umfassenspart. Zusätzlich Erleichtern die Zwei zusätzlichen LC-Displays (Schulter undRückseite der Kamera) die Arbeit enorm. Da nicht Alle Infos auf den 3" Display passen, werden Aufnahmeinformationen wie Belichtungszeit, Blendenzahl oder der gewählte Weissabgleichsmodus auf den zusätzlichen Displays angezeigt. Diese sind selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch super ablesbar und für die Dunkelheit sind sie sogar beleuchtet. Ein Weiteres gutes Beispiel ist die Umstellung eines Aktiven Af-Feldes. Bei Der Sony ging dies Nicht ohne die  Kamera vom Auge zu nehmen. Dies Empfand ich in Vielen Situationen als sehr umständlich. Bei der Canon lässt sich dies alles durch druck einer Taste und Verstellen des Wahlrades, mit dem man sonst die Belichtungszeit einstellt (oder dem Joystick), verändern. Das Aktive Af-Feld wird einem dann im Optischen Sucher Rot markiertund lässt sich so schnell zwischen zwei Aufnahmen verstellen, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen. Das gefällt mir deutlich besser. Zusätzlich ist die Menüführung von Canon meiner Ansicht nach deutlich Übersichtlicher. Das kann aber auch daran liegen das ich nichts anderes gewohnt bin. Jedoch störte mich bei der Sony auch extrem, das viele Menüeinträge nicht Vollständig ausgeschrieben waren. Klar, man könnte im Handbuch nachsehen.. aber wieso nicht einfach gleich ausschreiben? Zusätzlich hat man das Gefühl, das man die Canon auch benutzen könnte, um einen Nagel in eine Wand zu hämmern, so verdammt robust fühlt sie sich an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2. Der Autofokus und die Serienbildgeschwindigkeit

 

Sagen wir es kurz und knapp. Der AF der Sony war mist. Tagsüber noch halbwegs treffsicher, jedoch sobald es nur anfing zu Dämmern quasi unbrauchbar. Kurz gesagt der 1D um Welten unterlegen, trotz fast 6 Jahren Unterschied beider Kameras. Ich weiss noch zu der Zeit, als ich mit der Fotografie begonnen habe war die Canon 1D mark IV grade neu und immer das Maß aller dinge.. ISO 102.400 klang wie ein Nachtsichgerät, Ein Af-System mit 39! Kreuzsensoren das seinesgleichen sucht und dann noch eine Serienbildgeschwindigkeit von 10 Bildern im Raw Format pro Sekunde.. Genau das ist grade für mich bei Skatefotos verdammt wichtig, da man eigentlich nur Fokussiert und den Auslöser drückt bis der Trick zu Ende ist. Bisher hatte ich immer

ein Bild, welches im perfekten Moment entstanden ist. Da hingt die Sony mit 3,7 Bildern pro Sekunde deutlich nach. Das ganze erleichtert einem aber auch eine Belichtungsreihe, welche man dann auch mal aus der Hand machen kann und nicht umbedingt auf ein

Stativ angewiesen ist.

 

 

 

 

 

3. Die Bildqualität (auch nach 10 Jahren!!!)

 

Ja, auch diesen Punkt möchte ich Positiv erwähnen. Die Bildqualität der 1D ist verdammt gut. Nicht auf dem Level der A7R, aber trotzdem verdammt gut. Der Pixelvergleich ist meiner Ansicht nach eh viel zu Überbewertet. Zeitweise habe ich mit einer Canon 1000D, einer Absoluten Plastik- Einsteiger DSLR Kamera von Canon aus dem Jahre 2007 Fotografiert. Trotzdem war ich  mit den Bildern zufrieden, solange die Lichtsituation passte, prudzierte selbst diese Kamera sehr gute Ergebnisse. Daher ist der Unterschied zwischen der Bildqualität der 1D und derA7R nicht so gross, wie man es sich vorstellt. Das mag für einen Absoluten Fotonerd zwar abstößig

klingen, ist aber meine Persönliche Auffassung. Ledeglich im Dynamikumfang und im Rauschverhalten muss sich die 1D der

Sony geschlagen geben. Wieviel Informationen die A7R in Schatten und

Lichtern speichert ist wirklich irre. Das Rauschverhalten

würde ich bei der Sony als etwas besser einstufen. Jedoch ist die 1D

für meine Zwcke bis ISO 10000 noch nutzbar, und das reichte bisher in

nahezu jeder Situation aus.

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